100500 BaptistDionys_neu

Rahmenplanung Domumgebung: Die Ausstellung

Rahmenplanung Domumgebung
Moderiertes Beteiligungsverfahren
Ausstellung 28.05. bis zum 11.06.2010

(Visualisierung: Östliche Domplatte/Am Domhof/Trankgasse mit Baptisterium und Dionysos-Brunnen. Entwurf:  Allmann Sattler Wappner Architekten, München)

Der Moderator Professor Peter Zlonicky beschrieb seine erste Begegnung mit dem Dionysoshof eingangs der Auftaktveranstaltung zu der Rahmenplanung Domumgebung als Spurensuche eines Fremden, der am Hauptbahnhof ankommt und dem selbst vermeintlich eingeweihte Bürger wie Polizisten und Stadtführer bei seiner Suche nach diesem Ort nicht weiterhelfen konnten. Sogar der neue Stadtplan half nicht weiter. Erst in der Buchhandlung des Museums Ludwig stieß er dann auf die Dokumentation „Dionysoshof 1:1“, eine Kunstaktion aus dem Jahr 2005, die den Hof unter Schaum gesetzt hatte und aus dem Unort einen „duftenden“ Aktionsraum auf Zeit gemacht hatte. „Wer mit diesem Bild im Hinterkopf den realen, fast schon schockierenden Ort betritt, der bekommt eine Vorstellung von dem Handlungsbedarf für diesen Platz, für den Brunnen und auch für das versteckt liegende Baptisterium, ja für die gesamte Domperipherie,“ formulierte Peter Zlonicky seinen Optimismus für die Auftaktveranstaltung und die folgenden Veranstaltungen zur Rahmenplanung Domumgebung.

Das Moderierte Beteiligungsverfahren endete mit einem einvernehmlichen und sehr positiven Ergebnis. Die Ausstellung hatte  die Aufgabe, den Anlass und den  Ablauf, die jeweiligen Planungsschritte und das Ergebnis des Verfahrens öffentlich und für ein breites Publikum verständlich zu präsentieren. Die Ausstellung fand vom 28.05. bis 11.06.2010 im Lichthof des Spanischen Baus | Rathaus statt und war in dieser Zeit öffentlich zugänglich. Eröffnet wurde die Ausstellung von Oberbürgermeister Jürgen Roters.

Aufgaben Hendrik Neubauer
Entwicklung eines  entsprechenden Ausstellungskonzeptes; schnelle Umsetzung des Ausstellungskonzeptes (Beauftragung von Grafik, Layout, Druck und Konfektion der Ausstellungsplakate); Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (öffentliche Bekanntmachung der Ausstellung in enger Abstimmung mit der  Auftraggeberin); Auf- und Abbau der Ausstellung.

Das Ergebnis des Verfahrens
Die städtebauliche Gesamtplanung sieht verbesserte Wege- und Verkehrsbedingungen auf der Stadtebene zwischen Bahnhofsvorplatz, Philharmonie und Kurt-Hackenberg-Platz vor. Die Domplattform soll im Bereich der Straße Am Domhof geöffnet werden, um für das Baptisterium einen würdevollen Raum zurückzugewinnen. Mit der behutsamen Reduzierung der Domplattform kann auch eine neue Treppenanlage zum Museum Ludwig gewonnen werden. Mit dieser Planung soll durch eine verbesserte Qualität des Umfeldes der respektvolle Umgang mit der Welterbestätte Kölner Dom dargestellt werden.

Maßnahmen im Überblick:
Die Stadtebene wird für Fußgänger und Fahrradfahrer neu gestaltet, die Flächen für den motorisierten Verkehr werden weitgehend auf zwei Spuren beschränkt.
Das Prinzip der gestalterischen Reduktion wird im Umgriff auf die gesamte Domumgebung angewandt.
Der Dionysoshof in unmittelbarer Nähe des Doms verwandelt sich so zu einem urbanen Raum neuer Qualität. An Stelle des bisherigen Straßentunnels entsteht ein städtischer Raum, der den Zugang zum Baptisterium und zum Museum Ludwig öffnet und als öffentliches Foyer auf die Atmosphären von Dom, Museum und Kölner Philharmonie einstimmt.
Die Architekten haben mit großem Respekt im Bestand gearbeitet, in der Domumgebung aufgeräumt und überkommene Formen vereinfacht. Architekten, Verkehrsplaner und Stadtplaner haben gemeinsam das Prinzip einer gezielten Reduktion auch auf die Neuordnung der Verkehrsbeziehungen in der Domumgebung angewandt. Die motorisierten Verkehre in der Domumgebung werden beschränkt, um die Stadtebene wieder als öffentlichen Raum nutzbar zu machen.

Städtebauliches Gesamtkonzept Domumgebung Köln

Allmann Sattler Wappner Architekten, München.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>