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Heinrich-Böll-Platz – Workshop mit Dani Karavan

Der Heinrich Böll-Platz und Ma´alot, das Kunstwerk von Dani Karavan, sollen instandgesetzt werden.

Auftrag | Dokumentation

Am 25. Mai 2010 begrüßten Jürgen Roters, Oberbürgermeister der Stadt Köln, Bernd Streitberger, Dezernent für Planen und Bauen der Stadt Köln und Professor Georg Quander, Kulturdezernent der Stadt Köln, den Künstler Professor Dani Karavan zu einer Gesprächsrunde im Museum Ludwig. Beteiligt waren auch die Architekten Professor Peter Busmann und Dr. Godrid Haberer wie auch der Landschaftsarchitekt Christof Luz. Später kamen Akteure der Initiative ’Kölner Bürgerinnen und Bürger für Ma’alot’ und Anlieger des Heinrich Böll-Platzes dazu.

Moderation: Prof. Peter Zlonicky | Dokumentation: Hendrik Neubauer

HBP-kleinIm Mittelpunkt der Gespräche stand Ma´alot und dessen momentan schlechter Zustand. Das Kunstwerk enstand als begehbare Skulptur zwischen Rhein, Museum Ludwig und Dom. Dani Karavan betonte, dass er seine Arbeit als Gesamtkunstwerk angelegt habe. Der Bildhauer nennt sein Werk ein „Environment aus Granit und Ziegelsteinen, Eisen und Schienen, Gras und Bäumen“. Das Kunstwerk bezieht den gesamten Raum des Heinrich-Böll-Platzes ein. Der Platz sei bis hin zum Gras in den Fugen der Ziegelpflasterung als Einheit zu betrachten. Karavan beklagte wie bereits bei seinem letzten Besuch in Köln vor einem Jahr den schlechten Zustand seines Werkes.

Die Vertreter der Stadt Köln hatten zu dieser Gesprächsrunde eingeladen, um Dani Karavan und den Architekten noch einmal ausdrücklichen Respekt für ihre Arbeit zu zollen. Der Reiz des Kunstwerkes ist seine Lage in einem intensiv genutzten Raum. Die daraus resultierenden  Belastungen seien aber auch gleichzeitig das Problem, betonte OB Jürgen Roters.

Seit 2007 sind von Professor Carsten Koch verschiedene Untersuchungen zur Pflasterung des Platzes unternommen worden. So sind vier Versuchsfelder mit unterschiedlichen Bauweisen über Jahre und unter alltäglichen Belastungen erprobt worden. Diese Probefelder wurden ‚vor Ort’ von Dani Karavan und den Architekten in Augenschein genommen und bewertet.

Bernd Streitberger als Dezernent für Planen und Bauen und Georg Quander als Kulturdezernent brachten in den Gesprächen zum Ausdruck, wie sehr ihnen beiden dieser öffentliche Raum am Herzen liege. Die Stadt Köln wisse, welchen Wert dieses Kunstwerk an dieser prominenten Stelle habe. Unter der Moderation von Peter Zlonicky gelingt es am Mittwochmorgen, konkrete Vorschläge zu entwickeln, wie in naher Zukunft das Kunstwerk und der Platz im Geist seiner Autoren instandgesetzt werden sollen. Am Nachmittag wurden diese Vorschläge Vertreterinnen und Vertretern der Ratsfraktionen, der Anlieger und nicht zuletzt der engagierten Bürgerinnen und Bürger vorgestellt.

Damit die Instandsetzung nicht einfach nur vertagt wird, bildete Dezernent Bernd Streitberger an Ort und Stelle eine Arbeitsgruppe aus Architekten, Verkehrsplanern, Bautechnikern, Landschaftsarchitekten und nicht zuletzt Dani Karavan selbst. Ziel der Arbeit ist es, aufgrund der nun vorliegenden Vorschläge zeitnah eine bautechnisch und gestalterisch wie auch finanziell belastbare Lösung zu entwickeln.

Dani Karavan verabschiedete sich sehr optimistisch vom Plenum und der Stadt Köln: „Worte werden Tatsachen. Ich habe bei meinem Besuch hier in Köln sehr viel Interesse, Respekt und Liebe für meine Arbeit gespürt.“

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