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Hamburger Architektur Sommer 2015 – Urbane Neigungen: Die Zweite Runde

Der zweite Stadtspaziergang „Urbane Neigungen“ fand am 3. Juli 2015 statt. Erneut haben wir die Stellen im Stadtgefüge, die topographisch bemerkenswert sind, aufgesucht. Im Einzelnen waren das:
Bei der Erholung | Stintfang |  Venusberg |  Michelwiese | Schaartorbrücke | Trostbrücke | Domplatz | Cityhof – Klosterwall | Arno-Schmidt-Platz Weiterlesen

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Unesco Weltkulturerbe – Speicherstadt und Kontorhausviertel zählen jetzt dazu

Die Hamburger Speicherstadt und das Kontorhausviertel sind in die Liste des Unesco-Welterbes aufgenommen worden. Das entschied das Welterbekomitee auf seiner Tagung in Bonn. Die Stätten symbolisieren auf einzigartige Weise die Folgen des rasanten internationalen Handelswachstums im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert, das teilte das Komitee mit. Es ist das erste Weltkulturerbe für Hamburg und die 40. Stätte in Deutschland.

Und gleich gab es in der Wochenzeitung DIE ZEIT schon wieder was auf den Deckel: “Eine Farce: Die Hamburger ruinieren seit Jahrzehnten ihr architektonisches Erbe”, schrieb Benedikt Erenz in seinem Beitrag vom 6. Juli. “Hamburg liebt die Tradition. Für seine Geschichte interessiert es sich nicht.” Erenz  setzt dann zu einem Rundumschlag der Bausünden der letzten Jahrzehnte  an. Dass sich die Hansestadt mit dieser Entscheidung einen gestrengen Akteur in Sachen Denkmalschutz in den Ring holt – davon kein Wort. Dass damit der “Umgang” mit den Cityhof-Hochhäusern in direkter Nähe zum Weltkulturerbe nicht so leicht werden wird – davon kein Wort.

 

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Hamburger Architektur Sommer 2015 – Urbane Neigungen: Die erste Runde

Der erste Stadtspaziergang „Urbane Neigungen“ liegt hinter uns. Jetzt haben wir die Stellen im Stadtgefüge, die topographisch bemerkenswert sind, aufgesucht. Im Einzelnen waren das:

Bei der Erholung | Stintfang |  Venusberg |  Michelwiese | Schaartorbrücke | Trostbrücke | Domplatz | Cityhof – Klosterwall | Arno-Schmidt-Platz

Neben prominenten Orten wie dem Stintfang sind es diese oft beiläufig wahrgenommenen Orte wie der Kuhberg, die Staunen auslösen. Gemeinsam haben wir den Venusberg erklommen. Dabei haben wir uns immer einen landschaftlichen Blick zu eigen gemacht. Ja und wir haben auch an der Architektur vorbeigeschaut: Die Überreste des frühneuzeitlichen Walls und die Tide mitten in der Stadt haben wir auch in steinernen Umgebungen in den Fokus genommen und besprochen. Überall gibt es topographische Geschichten zu erzählen. Und wer wusste schon, dass die Michelwiese früher ein belebtes Viertel war und heute als Freiraum erhalten geblieben ist – weil dort nach dem Krieg eigentlich ein weiterer Elbtunnel geplant war.

Wir, Berthold Eckebrecht und Hendrik Neubauer, lassen den ersten topographischen Spaziergang noch weiter auf uns wirken. Und wer weiß, ob wir die Route beim zweiten Mal nicht verändern. Bis dahin präsentieren wir erst einmal Impressionen und Gesprächsfetzen unseres ersten Spazierganges. Selbstverständlich in dem Bewusstsein nur Fragmente unserer Erlebnisse mit der hochmotivierten Gruppe, die uns gefolgt ist, auszustellen. Aber in der Hoffnung, dass diese Eindrücke Interesse wecken, sich uns für die zweite Runde anzuschließen. Weiterlesen

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Hamburger Architektur Sommer 2015
 – Über die Verhältnisse

»Der Hamburger Architektur Sommer ist Deutschlands ältestes und bedeutendstes regelmäßiges Architekturfestival.« So urteilt die Hamburger Architektenkammer über das Festival, das am Abend des 4. Mai mit seiner achten Ausgabe in der HafenCityUniversität startete. Von Mai bis Ende Juli präsentieren über 150 Veranstalter an mehr als 100 Orten in der Stadt ein Programm von über 200 Veranstaltungen in Form von Ausstellungen, Vorträge, Filme, Installationen, Konferenzen, Aktionen, Werkstätten.

Bürgerschaftliches Engagement

Die neue Senatorin für Stadtentwicklung und Umwelt, Dorothee Stapelfeldt, lobte in ihrer Eröffnungsrede den Veranstaltungs-Marathon. Hier komme »einzigartiges baukulturelles bürgerschaftliches Engagement« zum Ausdruck. Weiterlesen

Die Elbphilharmonie – Der Große Saal

Was bedeutet eigentlich “Weinbergarchitektur”? Was ist die »Weiße Haut« und warum sind die Säle in der Elbphilharmonie schallentkoppelt? In diesem Video dreht sich alles um das Herzstück der Elbphilharmonie – den Großen Saal. – Hamburgs Bürgermeister Scholz hat im Januar 2015 erstmals einen konkreten Termin für die Eröffnung der Elbphilharmonie genannt: Am 11. Januar 2017!

Quelle: Elbphilharmonie und Laeiszhalle Betriebsgesellschaft
Production: aussenborder.TV
2D and 3D Animation: Nicolai Priller, Martin Kahl
Color Grading: Nicolai Priller

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Warum Großprojekte in Schieflage geraten – »Der Tunnelblick«

BER, Stuttgart 21, Elbphilharmonie – Lernen die Verantwortlichen denn eigentlich gar nichts aus Fehlern derer, die vor ihnen schon gescheitert sind.  Wissenschaftler der TU Darmstadt haben in einer Studie kognitive Verzerrungen bei Entscheidungen der Verantwortlichen als Ursache für Kosten- und Zeitplanüberschreitungen bei großen Immobilienprojekten ausgemacht. Besonders kritisch: Auch langjährige Erfahrung schützt nicht vor Selbstüberschätzung oder Überoptimismus – im Gegenteil.

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HafenSpeicherCity

HafenCity Hamburg – Die Verkehrsebenen

Für die HafenCity müssen vollkommen neue Verkehrsstrukturen geschaffen werden, Autofahrer queren den Stadtteil jetzt in Ost-West-Richtung über die Straße Am Sandtorkai (s. Bildmitte). Auf den Ebenen darüber haben aber vor allem Radfahrer und Fußgänger Vorrang.
Die Aufgabe der Zukunft ist, die heutige Innenstadt mit der HafenCity über bauliche Anlagen, stadträumliche Gestaltung und ein Wegenetz mit Nord-Südausrichtung zu verknüpfen. Dies steht jedoch in Konflikt mit der derzeitigen verkehrlichen Situation, die vom motorisierten Verkehr in Ost-West- Richtung dominiert wird. Es gilt ein übergreifendes und nachhaltiges Verkehrskonzept für den um die HafenCity erweiterten Innenstadtraum zu entwickeln, die sowohl den verkehrsfunktionalen als auch den stadträumlichen Anforderungen genügen. Hierbei sind in den Zeiten knapper Kassen nicht die großen Lösungen zu suchen. Es gilt die Handlungsspielräume im Bestand zu identifizieren und diese mit auf die jeweilige Verkehrssituations abgestimmten kleinen Lösungen zu gestalten, die sich in ein übergeordnetes Konzept einfügen. Dieses Vorgehen könnte man auch so umschreiben. Umformen statt überformen.

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Wissenschaftsjahr 2015 »Zukunfsstadt« – »Ich bin dabei.«

Notiz in eigener Sache  | »Mein Block« – »Mein Foto, mein Text«. Wie bereits im letzten Wissenschaftsjahr 2014 zum Thema »Die Digitale Gesellschaft« bearbeite ich auch 2015 regelmäßig Nachrichten im Auftrag des idw für das Wissenschaftsjahr »Zukunftsstadt«.

Der international renommierte Stadtplaner Jaime Lerner brachte es auf den Punkt: „Die Stadt ist nicht das Problem. Die Stadt ist die Lösung.“ Diesem Anspruch folgt das “Wissenschaftsjahr 2015 – Zukunftsstadt” und stellt ihn auf den Prüfstand. Sind Städte, nur weil sie sich permanent entwickeln, gleichzeitg und selbstverständlich auch Orte der Innovation? Wo entstehen ökologische, soziale und ökonomische Modelle für nachhaltige Entwicklungen?

Ich freue mich auf die (Mit-)Arbeit.

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»Für uns muß jedes Haus ein eigenes Gesicht haben, daß seinen Charakter, der sich aus dem Dialog mit den Bedingungen entwickelt hat, widerspiegelt und ausdrückt.« Meinhard von Gerkan.

Jahrestage. Meinhard von Gerkan ist heute achtzig Jahre alt geworden. (* 3. Januar 1935 in Riga | Lettland).

Zitat aus: Von Gerkan, Marg und Partner. Architektur 1966-1999. S. 11. Zeichung: © Hendrik Neubauer.
Kurzes Porträt zum Achtzigsten in der Süddeutschen Zeitung        gmp – Architekten von Gerkan, Marg und Partner

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